Module

Hier finden Sie einen Überblick über unsere Modul inclusive kleiner Inhaltsangaben. Da wir unsere Fortbildung ständig weiterentwickeln, kann es sein, dass einzelne Inhalte in eine anderes Modul verlegt werden oder durch besser passende ersetzt oder ergänzt werden.

Vom Anfang bis zum Ende

In diesem Modul lernen Sie einen umfassenden Paartherapie-Prozess im Spannungsfeld zwischen Lösungsorientierung und Integration zu strukturieren. Die Themen sind:

  • Ziele von Paartherapie

  • Therapeutische Haltung („Unparteiisch und All-Emphatisch“)

  • Erstgespräch

  • Auftragsklärung/Zielarbeit

  • Zeitliche Struktur und Frequenz

  • Aufbau der einzelnen Sitzungen

  • Umgang mit Therapie-Pausen und Abbrüchen

  • Zusammenspiel der verschiedenen Elemente:

    • Systemisch

    • Lösungsorientiert

    • Tiefenpsychologisch


2. Lösungen im Denken, Fühlen, Handeln

Hier geht es um lösungsorientiertes Arbeiten und ein Modell (nach Dr. Friedmann), das Menschen in ihrem SoSein nicht nur beschreibt, sondern ganz im Sinne lösungsorientierten Denkens individuelle Prozesse öffnet. Die psychografische Betachtung einer Paardynamik erfasst und unterstützt konkrete und schnelle Entwicklungen im Rahmen verhaltenstherapeutischer Maßnahmen und Möglichkeiten. 

Im Einzelnen:

  • Grundlagen der Lösungsorientierung nach Steve de Shazer und Paul Watzlawick

  • Grundlagen der Persönlichkeitstypen nach Dr. Friedmann

  • Lösungsorientierte Arbeit mit dem Dreieck: Denken - Fühlen - Handeln

  • Besonderheiten der therapeutische Haltung bei der lösungsorientierten Arbeit


3. Was steckt dahinter?

Grundlagen der tiefenpsychologischen Arbeit in der Paartherapie:

  • Tiefenpsychologische Sichtweise
    Ich - Es - Überich - Mentalisierung

  • Bindungsverhalten, Urvertrauen und Intimität

  • Selbstbezug
    primärer Narzissmus - Ich-Du-Balance

  • Struktur und Strukturaufbau - Balance von Gefühl und Verstand

  • Autonomie und Selbstwirksamkeit


4. Noch ziehen wir in jede Schlacht ...

Mein alter Grundschullehrer, Herr Schulze sagte: "Ich will nicht wissen, wer angefangen hat - wichtig ist wer anfängt aufzuhören." 

Inhalte: Streit und Kommunikation

  • Welchen Sinn hat Streit

  • Umgang mit erhöhter Spannung und Streit in den Sitzungen

  • Die unparteiisch - allemphatische Grundhaltung des Therapeuten

  • Vertiefung des tiefenpsychologischen Modells der Abwehr 

  • Umgang mit Krisensituationen

  • Kommunikationsmodelle und Interventionen


5. Nägel mit Köpfen 

In diesem Modul bekommen Sie Handwerkszeug. Sie lernen zahlreiche, für die Arbeit mit Paaren bewährte Interventionen kennen und diese in Ihre praktische Arbeit einzubinden. Sie vervollständigen Ihre eigene Art und Weise, Interventionen zu kreieren und anzuwenden.

Im einzelnen:

  • Führen und Folgen in der Gesprächsleitung 

  • Umgang mit überwertigen Emotionen und starken Affekten in der Sitzung

  • Sensibilisierung für für die persönlichen introspektiven Fähigkeiten und Vorlieben

  • Introspektive Techniken aus:

    • Hypnotherapie (u.A.: Trance-Systeme, Sicherer Ort)

    • Gesprächstherapie (u.A.: aktives Zuhören, Zirkuläres Fragen)

    • Körperselbstwahrnehmung (u.A.: Atem und Affekt)

    • Lösungsorientierte Ansätze (u.A.: Wunderfrage)


6. Strukturierte Aufstellungsformen als Interventionen für die Arbeit mit Paaren

Es wird um Aufstellungsformen gehen, die in ihrer strukturierten Form bei speziellen Themen anwendbar sind, wie Rekonstruktion (im ILP), Trauma, Entscheidungsfindung, Ausgrenzung, Zustimmungsprozesse, Problem-Lösungen, vom Nein zum Ja, Krankheit.

Im Einzelnen:

  • Arbeit mit Innenweltanteilen 

  • Strukturbildende Externalisierung von Introjekten und Mustern

  • Familiensysteme erkennen, annehmen und durcharbeiten

  • Lebensgeschichte erkennen, annehmen und durcharbeiten

  • Vertiefung der persönlichen Fähigkeiten Strukturen und Systeme zu erkennen, zu deuten und zu vermitteln


7. Liebe mit Dir und mit mir

Sexualität hat eine zentrale beziehungsgestaltende und bedeutungsgebende Wirkung. Welche Tiefe und Grenzen hat sie und wie können Sie das Paar in seiner Entwicklung erfolgreich unterstützen? 

  • Besonderheiten der Gesprächsführung: 

  • Tiefenpsychologische Perspektiven auf männliche & weibliche Entwicklung 

  • Sexualität als Auffangbecken unbewusster Beziehungskonflikte

  • Würdigung und Erweiterung des eigenen Umgangs mit Sexualität, Scham und Schuld

  • Umgang mit Seitensprung und Fremdverlieben


8. Standortbestimmung

In diesem Modul machen wir mit Ihnen eine Standortbestimmung. Wir sortieren das Gelernte und suchen gemeinsam nach Ergänzungen und Erweiterungen.
Sie üben in kleinen Gruppen und im Plenum und festigen Ihre paartherapeutische Kompetenz.


9. Zu spät ist nie zu spät - Trennung

In der Arbeit mit Paaren geht es darum, die Beziehungen zu verbessern. Manchmal jedoch ist eine Trennung der Weg dahin. Das kann gut tun oder weh tun, wütend machen, zornig - es macht Angst. Dieses Modul bietet Ihnen die Grundlagen zum Umgang mit diesen Paaren.

Inhalte:

  • Besonderheiten der Gesprächsführung (Sachorientiert vs. emotionale Vertiefung)

  • Übergang von Paarbeziehung in Elternbeziehung (Sortieren, Verzeihen, Bedanken)

  • Abschied und Neuorientierung (Perspektivwechsel, Annahme der gemeinsamen Verantwortung)

  • Trennungsgespräche / Mediation bei Trennung und Scheidung für Paare und Familien.

  • Umgang mit neuen Partnerschaften im Familiensystem

  • Vereinbarungen, Regeln und Verträge 

  • Sicherheitssysteme (Jugendamt, individuelle Therapie, Beratung o.Ä)


10. Ankommen

Erlerntes vertiefen - alte und neue Fragen.

Samstag und Sonntag vormittag: üben, üben, üben …

Sonntag Nachmittag: Abschied und Zertifikat.